HANDELSKAMMER HAMBURG – HAUS IM HAUS 2003

ABSICHT
Eine Ebenenstruktur mit der Oberflächenqualität eines Edelholz-Möbels wird eingehängt in die Halle im Bereichs des oberen Umgangs und erhält damit diesen als sechsseitigen Raum. Es entstehen unterschiedlichste, geschossübergreifende Zwischenräume: Ein Mobilé entspinnt sich, das sich dabei mittels unter- und oberseitiger Staffelung weitestmöglich selbst verdeckt (Optidynamische Struktur).  Die einzelnen Ebenen verbergen sich gleichsam hinter ihresgleichen und die Struktur verringert sich im Raum durch sich selber.

KONZEPT
Es gibt durch die für den Ausstellungsbetrieb erforderlichen Anbindungen im Obergeschoss unumgängliche Berührungspunkte mit dem Bestand und diese sind hier gleichzeitig die einzigen Kontaktstellen mit ihm. An diesen Kontaktstellen hängt sich das statisch optimal proportionierte Mobilé frei in die Halle ein. Dadurch wird zum einen der Charakter des endlos wirkenden, hallenübergreifenden Bodens der Börse als unzergliederte Fläche erhalten – was maximale Nutzungsflexibilität im Bereich der öffentlichen Nutzungen der Halle I mit sich bringt -, zum anderen durch die vier Anbindepunkte im Obergeschoss maximale Erschließungsflexibilität und gleichzeitig ideale Fluchtmöglichkeiten gewährleistet. Zu den drei geforderten Ebenen wird eine weitere Ebene (1. ZG) in der Tiefe der Halle eingezogen. Ihre Deckenkante ist fast in Aughöhe mit einer kaum wahrnehmbaren Deckenuntersicht. Alle in diesem Bereich übereinanderliegenden Nutzungen – Internet-Zone, Séparées, Pantry/ WC – erfordern keine überhohen Räume (2,50 m im Lichten). Durch diese Entwurfsentscheidung verkleinert sich die mathematische Projektionsfläche der neuen Struktur bei gleichzeitig größeren Wandabständen: der Gesamteindruck der alten Halle bleibt viel wirkungsvoller als bei maximaler Ausnutzung der vom Denkmalschutz freigegebenen Fläche.

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