BAAKENHAFEN – URBAN PLANNING 2011

ABSICHT
Leitidee ist die Verlegung der Kirchenpauerstrasse an die Südkante des „Ellenbogens“ (Baakenhalbinsel) und ihre Umwidmung zu einer Strandpromenade. Zwischen Elbe und Wohnquartier entsteht so ein breiter Sandstrand. Die geografische und typologische Mitte des südlichen Wohnquartiers bildet ein Nord-Süd-Platz mir angegliederter Schule und Markthalle. Eine merkantile Fußgängerbrücke erschließt die vorgelagerte Freizeitinsel und gewährleistet gleichzeitig eine zentrale Verknüpfung des nördlichen Planungsareals mit der Plaza und der Strandpromenade. Das neue Quartier ist eine durchlässige Blockstruktur mit fußläufigen Querverbindungen und hohen Aufenthaltsqualitäten im Blockinnenbereich. Die Nordsüdausrichtung der einzelnen Gebäude nimmt die vorherrschende Ausrichtung der Umgebung auf und lässt das Sonnenlicht tief zwischen die Gebäude dringen. Eine Perlenkette gestapelter Stadthäuser entlang der Strandpromenade verleiht der Adresse des Ensembles ein urbanes Gesicht. Alle Baukörper haben einprägsame Fassaden. Durch eine teilweise aufgeständerte Erdgeschosszone fließt die großzügige, südorientierte Dünenlandschaft durch das gesamte Quartier und bietet Naturerfahrungsmöglichkeiten für ein sequenzenreiches Erleben beim Durchschreiten als Fußgänger.

QUALITÄTEN UND ZIELE
Unverbauter Wasserblick aller Wohneinheiten im Quartier, ohne gegenseitige Einblicke / Für die Innenstadtlage einzigartige Synthese wohnungs- und arbeitsnaher Freiflächen von Strandpromenade bis Düne als Naturerfahrungsmöglichkeit und klimawirksame Ausgleichsfläche / Parklandschaft als fließender Grünraum konzipiert: im Freiraum bilden sich möglichst zusammenhängende Raumeinheiten und große Grünflächen mit einer klaren Atmosphäre / Schallschutz durch Abschottung zur Versmannstrasse mit lärmverträglichen Nutzungen / Verortung des Hotels im Hochpunkt Baufeld 80 / Direkter Anschluss an freizeitbezogene Nutzungen im anliegenden Gebäude / Das Ensemble, das die Stadtansicht am Baakenhafen nahtlos fortführt, verbindet gleichzeitig die Blockstruktur des bestehenden Masterplans und den Wasserblick nach Norden und Süden harmonisch miteinander / Ein durchlässiges Quartier ohne geschlossene Bebauung mit aufeinander abgestimmten Fassaden / Ein Quartiersplatz mit offener Markthalle bildet den zentralen Mittelpunkt und ist die neue urbane Keimzelle: diese einprägsame Adresse formiert Synergieeffekte für alle Gebäude.

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