wenigstens eine der wertvollen Kastanien muß gefällt werden, der Baumbestand am Mittelweg wird erheblich gelichtet. Die Ausbildung der Fassaden ist in ihrer Konzeption – Ablesbarkeit der funktionellen Durchdringung – über- zeugend, nicht aber in der Wahl der Materialien und der sehr abstrakten Fensterteilung. Hierdurch wird eher das Bild eines Museums oder einer Akademie vermittelt als das einer Jugendmusikschule. Der kompakte Baukörper läßt eine ausreichende Wirtschaftlichkeit in den
Herstellungskosten und im Be- trieb erwarten. Der zweite Bauab- schnitt bildet eine sinnvolle und überzeugende Ergänzung. Trotz der genannten Mängel ist hier auf engem Raum ein sehr differen- ziertes Konzept entwickelt worden, das durch seine räumliche Kom- plexität und die sensible, der Auf- gabe gemäße Bearbeitung über- zeugt. Der Entwurf ist introvertiert, seine Reichhaltigkeit wird erst richtig im “schönen
Gebrauch” (Bruno Taut) erlebbar. (aus “wettbewerbe aktuell” 4/98 S.54) |