click to get large picture

SYNOPHARM - BARSBÜTTEL

LABORGEBÄUDE 1994/1997-98

In einer dem vorangestellten Projekt in Siek vergleichbaren Aufgaben- stellung handelt es sich auch in Barsbüttel städtebaulich um Aufwer- tung und Nachverdichtung eines Ge- werbegebiets am östlichen Rand Hamburgs. Entlang der Straße er- hielt ein sehr flächenintensiv ange- legter, zweigeschossiger Hallen- komplex der 70er Jahre, den sich mehrere Firmen zu Lager- und Ver- waltungszwecken teilen, auf einer Bautiefe von nur 5 m beinahe nicht mehr als eine neue “dreidimensio- nale Fassade”. Mit anderen Worten, jeder Stellplatzstreifen unmittelbar am Gebäude taugt in Gewerbe- und Industriegebieten zur architektoni- schen Umkehr. Das Pharma-Unter- nehmen nutzt die dreigeschossige, mit einer schwarz eloxierten Zinkfas- sade ausgestattete Erweiterung funktional zur Abfüllung und Konfek- tionierung von Wirkstoffen in Kleinst- chargen, wobei an die hygienischen Bedingungen von Raumhülle und Bautechnik höchste Anforderungen gestellt werden. Ein Kriterium, daß der großen Plastizität des Baukör- pers im Grunde zuwiderläuft. Durch

click to get larger picture
indexgalleryROTH

wechselnde Auskragungen und Ein- schnitte, Materialvariation, raum- und geschoßübergreifende Glas- flächen gelingt formal auch auf knappster Grundstücksfläche ein sehr dynamischer architektonischer Aufmacher, der sich in den teilweise auch von anderen Firmen bereits neu definierten Straßenraum über- aus spannungsvoll einordnet. In den Obergeschossen befinden sich li- near angeordnete Einzelbüros, auf

der letzten Ebene mit der dank Aus- kragungen zu beiden Seiten größten Bautiefe außerdem ein Apartment. Bemerkenswert und in der architek- tonischen Ausdruckskraft überrasch- end ist wiederum die intensive Ver- schränkung von Altbestand und Neu- bau trotz  unterschiedlicher Stan- dards, etwa im Treppenhaus oder im Eingangsbereich mit Schiebewand.
                                  
Klaus-Dieter Weiß

Associfalwhite