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Ausstellungs- und Verwaltungskopf wird die architek- tonisch nachrangige Basis zu einem zumindest aus ökonomischen Grün- den, aber auch kultureller Sicht be- achtenswerten Dokument einer Bau- epoche, die man nicht aus der Welt schaffen kann und soll, deren Fehler aber auf furiose Weise gestalterisch zu beheben sind. Die Kraft der neu- en Gewerbearchitektur, in einem Meer von Belanglosigkeiten zum markanten Vorbild und Schritt- macher zu werden, liegt in ihrem unausweichlichen Realitätsbezug. Architektonisch zielt die eingesetzte Körper-Sprache auf die Einheit aus innerräumlicher und baukörperlicher Brisanz, verdeutlicht in der Variation der Öffnungen und Materialien (wär- medämmender Sichtbeton, vorpati- nierte graue Zinkfassade, im Farb- ton von unpatiniertem Kupfer lackier- te Aluminiumfassade). Auch die ver- springenden Stützen und fragmenta- rischen Balkenlagen im Eingangs- bereich folgen dem Eigensinn der Aufgabe und der Unverwechselbar- keit ihrer Lösung.

(aus:  Klaus Dieter Weiß: “Junge Deutsche Architekten und Architektinnen” S.102 / Birkhäuser Verlag 1998)

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