Medienpool Waterloohain Waterloohain 9, Hamburg

Umbau und Aufstockung einer ehemaligen Kegelbahn zu einem Medienzentrum
Planung 00/01 - Ausführung 01/02

Für den Umbau des zweiten Objektes am Waterloohain, Waterloohain 9, Hamburgs seinerzeit größten Kegelbahn - jeweils 12 Bahnen über drei Geschosse – wurde der Stahlbetonskelettbau vollständig entkernt und als Bestandteils des Gesamtkon- zeptes ‚Medienpools Waterloohain‘ zu einem Bürogebäude umgebaut, wobei neben einer neu zu entwickelnden Glasfassade ein besonderes Augenmerk auf die Belichtung der ebenfalls fast 25 m tiefen Geschosse mittels neuer Lichthöfe sowie auf ein ungewöhnliches Treppenhaus gelegt wurde.

Nachdem die Entwurfsplanung für den dreigeschossigen Umbau fertiggestellt war, entschied sich der Bauherr, eine - bereits in der Vorentwurfsphase vorgeschlagene, aus Kostengründen jedoch dann nicht weiter verfolgte - Aufstockung einzuplanen. Wie sollte man nun gestalterisch mit einer solch gewichtigen Planungsänderung umgehen? Ein zusätzliches Geschoss würde insbesondere die Proportionierung der Ansichten völlig verändern, zudem das entstehende Gebäudevolumen sich im Kontext maßstabssprengend auswirken.

 

KF1044-58
indexgalleryROTH

Daher entschieden die Architekten, das fertiggeplante, wenn auch noch nicht ausgeführte Gebäude als Bestand zu begreifen und die Aufstockung als Neubau auf autonomem Unterbau zu entwickeln, also ähnlich der Herangehensweise an den benachbarten, zeitgleich abzuwickelnden Waterloohain 5.

Eine weitere Herausforderung bestand darin, ein repräsentatives Treppenhaus zu

zu schaffen, von welchem aus sich möglichst viele Mieteinheiten erschließen lassen. Die drei bestehenden Treppenhäuser waren aufgrund ihrer Lage und ihrer räumlichen Qualitäten hierzu nicht geeignet, so dass nach einer neuen Lage gesucht werden musste.

Ein interessantes Merkmal des Bestandes liegt in seiner unterschiedlichen Geschossigkeit:

all pictures by / copyright: KLAUS FRAHM / ARTUR, Köln

NEXT PAGE
Associfalwhite