Abstraktion zu erlangen. Diese wird formal erreicht durch Verzerrung, Verschiebung und Verschränkung des sandwichartig zwischen zwei Platten aufgebauten, transluzenten bis transparenten Objektes, materiell durch Ähnlichkeit der verwendeten Materialien: Transparentes und pinkfarbig-verspiegeltes Glas, mattes, poliertes und gelochtes polyspektral-rot-beschichtetes, dadurch changierendes Edelstahlblech bilden, durch subtile Trennschnitte voneinander getrennt, die unterschiedlichen Nutzungsbereiche Geschäftsführung, Bürobereiche, Soft- Zone/ Küche und Konferenzbereich auf der Fassade ab, wobei klassische Über-Eck-Lösungen zugunsten unvermittelter Eck-Stöße vermieden werden. Die Sehgewohnheiten passierender Auto- und Fahrradfahrer sowie eiliger Fußgänger werden irritiert und dadurch Signifikanz erreicht. Die Gestalt des Objektes leitet sich aus den Richtungen des Ortes, seinen Straßen- und Gebäudefluchten, seinen Blickbezügen, ab, die unmittelbar auf die Fassaden und Dachkanten übertragen wurden. So steht das, einen markanten Fixpunkt für das öffentliche Auge bildende Dachschild exakt im rechten Winkel zum Ring 2, die Westfassade verläuft parallel zum Waterloohain, die südseitige Vordachkante entspricht in ihrem Verlauf der nordseitigen Fassade, die Ostfassade der Eimsbütteler Straße usf. Dadurch verankert sich das scheinbar fremde Objekt mittels weniger Linien an seinem Ort und erlangt dadurch Authentizität. Eine neu vorgestellte Eingangsanlage aus freikragender Treppe und Panoramaaufzug

KF1014-148
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ermöglicht den direkten Zugang der neuen Aufstockung, die sich an dieser Stelle in Form eines hauchdünnen Lochblech- schirmes fast bis auf Hofniveau herabsenkt. Die Konstruktion der Aufstockung besteht aus unterschiedlich dimensionierten, kragenden Stahlrahmen, die das der Länge nach ausgeschnittene Bestandsdach überspannen und eine doppelgeschossige, ca. 2650 m² große Kombibüronutzung mit zentraler Halle und

eingehängter Black-Box sowie einem doppelgeschossigen Innenhof bilden. Die im obersten, geneigt abgedachten Bestandsgeschoß paßgenau eingearbeiteten Trennwände ermöglichen durch gläserne Transparenz respektive Transluzenz ein Durchfluten der bestandsbedingt sehr tiefen Räume mit Tageslicht und fördern das Arbeitsklima durch visuelle Kommunikation.

all pictures by / copyright: KLAUS FRAHM / ARTUR, Köln

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